Montag, 27. Mai 2013

Selbstakzeptanz und schlechte Vorbilder

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mal wieder einen langen Beitrag schreiben, denn dieses Thema sollte ich vielleicht mal erwähnen.
Mir kam gerade erst selbst diese Erkenntnis und ich möchte das heute mit euch teilen. :-)

Ich schreibe nun schon bald 2 Jahre in meinem Blog und berichte euch über meine Hochs und Tiefs beim Sport, Abnehmen und bei der Ernährung. Es ist nicht immer alles so einfach und leicht wie es scheint oder wie es uns gewisse Magazine glauben machen wollen.
Wie oft lesen wir von neuen Wunderdiäten oder sehen Bilder von schlanken Size Zero-Models!?
Und wie fest sitzt eigentlich dieses Bild in unseren Köpfen (besonders bei uns Frauen), dass wir genauso so "toll und dünn" auszusehen haben!?
Es wird uns ja förmlich eingeprügelt, oder nicht?
Ich selber bin dem auch schon zum Verhängnis gefallen. Ich wollte zwar noch nie so dünn sein, aber definitiv schlanker.
Andererseits wird uns immer gepredigt, wir sollen uns so akzeptieren wie wir sind und glücklich sein.
Tja, ähm... was denn nun?

Nun habt ihr ja immer live mitverfolgen können wir ich mit den Kilos gekämpft habe. Was war ich doch froh als ich endlich unter 100kg war...
Natürlich freut man sich über ein Ziel das man erreicht hat.
Aber war ich da wirklich zufrieden?
Irgendwie wollte ich mehr abnehmen, oder ich dachte ich müsste...

Ich hatte mich die letztens Monate nicht auf die Waage gestellt, einfach weil ich mich nicht mehr von dieser Zahl abhängig machen wollte.
Außerdem war ich sowieso fest davon überzeugt davon wieder abgenommen zu haben... denn ich fühle mich schlanker... finde das mein Körper "fester" ist.
Dann aber welche Überraschung? Gestern auf der Waage: 103,.. kg.
Ähm hallo?

Auf einer Art war ich echt ziemlich angepisst, mein schöner "unter 100kg-Erfolg" war zunichte gemacht. Andererseits bin ich zur Zeit so zufrieden mit meinem Aussehen wie nie.
Ich kann morgens vorm Spiegel stehen und denke mir "Verdammt, du siehst klasse aus!".
Warum ärgert mich also diese Zahl auf der Waage so sehr?

Zu einer idealen Lösung bin ich nicht gekommen. Aber ich tendiere doch dazu, zu behaupten das oben genanntes Frauenideal dazu beiträgt. Ich denke "ich muss eine möglichst niedrige Zahl auf der Waage stehen haben, um schlank zu sein".
Dieses Idealbild ist so fest in unseren Köpfen eingebrannt, dass wir denken wir müssen. Aber müssen wir wirklich?
Ich finde nicht !!
Ich will nicht mehr denken, dass ich möglichst wenig wiegen muss um erfolgreich und glücklich zu sein.

Ich bin zufrieden mit mir, ICH finde ich sehe gut aus. Jap, ich habe mehr Muskeln als unsere Hollywood-Vorbilder. Aber hey, mir egal! Denn ich bestimme mein eigenes Selbstbild und mir gefällt was ich im Spiegel sehe.
Ich bin muskulös und vielleicht ist da noch Speck an der ein oder anderen Stelle - aber das ist nicht wichtig.
Ich bin auf dem richtigen Weg.
Ich mache Sport, ich esse (meistens) gesund und ich habe Spass dabei.

Unser Idealbild der Frauen ist so sehr davon geprägt, was wir TV/Magazinen sehen. Eine möglichst dünne Frau, mit möglichst vielen Kurven.
Die "DurchschnittsFrau" sieht aber nicht unbedingt so aus.
Und uns wird eingeprügelt, dass Frauen mit Muskeln nicht sexy sind und ehr männlich aussehen.
Fühle ich mich also deswegen schlecht, weil ich nun genau dem Gegenteil entspreche? Oder DENKE ich nur, dass ich mich schlecht fühlen sollte?

Wahrscheinlich trifft eher letzteres zu.... Aber damit soll jetzt Schluss sein !! Ich will mich nicht mehr darauf konzentrieren was angeblich das "Ideal" sein soll, sondern ich schaffe mir mein eigenes Ideal. Ich gebe mir Mühe die beste Version von mir selbst zu sein, nach meinen Regeln.
Vielleicht mit mehr Muskeln, aber dafür mit besserer Laune ;-)


Seit ihr auch schon mal der Erwartungshaltung der Gesellschaft zum Opfer gefallen? Habt ihr euch darüber vielleicht auch schon mal Gedanken gemacht? Findet ihr Frauen mit Muskeln auch eher männlich und unsexy??
Ich bin mal gespannt, was ihr dazu zu sagen habt !





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